Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia für 2016 in Vandans verliehen

Zum elften Mal fand am 20. Januar 2017 in Vandans die Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia der ARGE Alpenländischer Forstvereine statt. 11 Projekte von 25 Einreichungen aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Bayern und Südtirol wurden ausgezeichnet.

 

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Fotos der Projekte & der Veranstaltung (Dropbox)

 

Mit der Auszeichnung von beispielhaften Projekten im Alpenraum wird die Öffentlichkeit für das Thema der Schutzwaldthematik sensibilisiert. Die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes hat im Alpenraum eine immens wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Außerdem wird das hohe Engagement von einigen vorbildlichen Projektträgerinnen und Projekträgern gewürdigt. Heuer wurde die internationale Veranstaltung im neuen Holzbürogebäude „Illwerkezentrum Montafon“ in Vandans ausgerichtet. Tirol als langjähriger Preisträger freut sich gemeinsam mit den Siegern.

 

Schutzwald ist eine grüne Lebensversicherung für Mensch und Infrastruktur

„Rund 60% des Waldes in Tirol sind als Schutzwald ausgewiesen. Ich bin hier um den Menschen, die hinter den Leistungen für den Schutzwald stehen, den Waldaufsehern, den Förstern, dem Landesforstdienst in Tirol als auch allen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern dafür zu danken“ begründet Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler seine Teilnahme. Der Vorarlberger Landeshauptmann Mag. Markus Wallner, der liechtensteinische Regierungschef-Stellvertreter Dr. Thomas Zwiefelhofer und der bayrische Ministerialrat Franz Brosinger unterstreichen ebenfalls die Bedeutung, die ein gesunder Schutzwald hat. Als prominente Schutzwald-Botschafterin war zudem die österreichische Ski-Legende Alexandra Meissnitzer in Vandans mit dabei. Sie erklärt ihre Rolle sei eine „Herzensangelegenheit“, denn „was gibt es besseres, als wenn die Natur einen auch schützt“, weiß sie die Funktionen des Schutzwaldes zu würdigen. Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine und verhindern gefährliche Erosionen und Rutschungen. Mit Straßen, Eisenbahngleisen oder Skianlagen wird die Infrastruktur geschützt, die für den Tourismus und den Gütertransport zentral ist. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Schutzwäldern ist enorm. Die Schutzleistungen des Waldes sind kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen.

 

Über den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia

Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Organisiert wird die Schutzwaldpreisverleihung von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg. Der Voralberger Waldverein hat in diesem Jahr die Preisverleihung ausgerichtet. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: „Schulprojekte“, „Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften“ und „Erfolgsprojekte“. Pro Kategorie werden beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Die jeweils besten Projekte jeder Kategorie erhalten den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. „Wann es beim Lesen des Projektes schon kribbelt, wann Personen mit Begeisterung dahinterstehen, dann ist es für die Jury ein außergewöhnliches Projekt“ so Anton Mattle, Tiroler Mitglied der unabhängigen internationalen Fachjury, die unter allen ausgezeichneten Projekten einen Anerkennungspreis vergibt. Zum zweiten Mal wird außerdem ein sogenannter „Schutzwaldpate“ geehrt. Der langjährige Vorarlberger „Kämpfer“ Georg Fritz aus Möggers wurde zum Schutzwaldpaten für das Jahr 2016 gekürt.