Preisverleihung 2013 in Sargans (St.Gallen)

Bereits zum achten Mal wurde der "Alpine Schutzwaldpreis" unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine verliehen. Der St.Galler Forstverein organisierte die Verleihung des "Alpinen Schutzwaldpreises 2013" am 17. Januar 2014 im symbolträchtigen Gonzenbergwerk im schweizerischen Sargans. Ausgezeichnet wurden beispielhafte und vorbildliche Projekte im Einsatz für den Schutzwald.

Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis würdigt die Arbeitsgemeinschaft Erfolgsprojekte im Sinne von best-practice-Beispielen zur Erhaltung und Verbesserung des Bergwaldes und dessen Schutzwirkung sowie zur Sensibilisierung für die Schutzwaldthematik

 

Bruno Cozzio, Präsident des St.Galler Forstvereins, begrüsste zahlreiche Gäste aus Bayern, Salzburg, Tirol, Kärnten, Vorarlberg, Südtirol, Trentino, Liechtenstein, Graubünden, Tessin und St.Gallen sowie die für den Schutzwaldpreis Nominierten. Allen Regionen im Alpenbogen ist gemeinsam, dass die Entwicklung und die Sicherheit  in den Alpentälern unmittelbar vom Schutzwald abhängig sind.

 

Wald schützt vor Naturgefahren

Regierungsrat Benedikt Würth, Mitglied der St.Galler Regierung, ging auf die zunehmende Bedeutung des Schutzwaldes ein. Dieser sei ein Wald, der Menschen, Tiere, Güter und Infrastrukturen vor Lawinen, Steinschlag, Hangrutschungen, Erosion und Hochwasser schütze. Der Schutzwald verhindere, dass solche Naturgefahren entstehen oder mildere deren Auswirkungen. Mit rund 42 Prozent sei beinahe die Hälfte des Alpenraums mit Wald bedeckt, wovon wiederum 57 Prozent Schutzwald seien. Das heisse, dass jeder vierte Quadratmeter im Alpenraum mit Wald bestockt sei, der vor Naturgefahren schütze. Dies verdeutliche eindrücklich die enorme Bedeutung des Schutzwaldes. Denn erst dieser Schutz für die Menschen und Infrastrukturanlagen ermögliche ein sicheres Wohnen und Leben in den Dörfern und Tälern des Alpenraums.

 

Für Regierungsrat Benedikt Würth ist die Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises eine ausgezeichnete Gelegenheit, best-practice-Beispiele zu präsentieren und den unverzichtbaren Wert des Schutzwaldes zu kommunizieren. Er dankte den Nominierten für ihren uneigennützigen Einsatz, gratulierte den Preisträgern ganz herzlich und wünschte allen weiterhin viel Erfolg bei ihrer täglichen Arbeit im Wald für die Menschen im Alpenraum.

 

4 Preisträger und 1 Anerkennungspreis

Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis würdigt die Arbeitsgemeinschaft Erfolgsprojekte im Sinne von best-practice-Beispielen zur Erhaltung und Verbesserung des Bergwaldes und dessen Schutzwirkung sowie zur Sensibilisierung für die Schutzwaldthematik.

 

Die international besetzte Jury prämierte in den Kategorien Schulprojekte, Erfolgsprojekte, Öffentlichkeitsarbeit, Partnerschaften und Innovationen sowie mit einem Anerkennungspreis herausragende Leistungen im und um den Schutzwald aus insgesamt 23 eingereichten Projekten.

 

Preisträger aus fünf Ländern

Die mit dem Alpinen Schutzwaldpreis 2013 ausgezeichneten Projekte stammen aus fünf verschiedenen Ländern.

In der Kategorie Schule wurde das Projekt "Aktion Wald erleben" des Vorarlberger Forstdienstes als bestes waldpädagogisches Projekt auserkoren.

 

Für seine vorbildliche und erfolgreiche Pflege und Bewirtschaftung des Schutzwaldes wurde der Landesbetrieb für Forst und Domänenbetrieb, Südtirol, für sein Erfolgsprojekt "Schutzwaldbewirtschaftung Tiroler Schlosswald" gewürdigt.

 

Der "Naturgefahrentrail Heiligenblut-Schareck" der Gemeinde Heiligenblut, Kärnten, erhielt für die kreative Öffentlichkeitsarbeit die Prämierung.

 

Die Stadt Innsbruck wurde für ihr "Downhillkonzept" und ihre innovative Partnerschaft mit dem Schutzwald ausgezeichnet.

 

Mit dem Anerkennungspreis wurde der "Max Steidle-Waldfond" der Schule Ebnat-Kappel, Schweiz, für ihren aussergewöhnlichen Waldkindergarten geehrt.

 

Herzliche Gratulation allen Preisträgern.