Preisverleihung 2015

Projekte aus Graubünden, St. Gallen, Südtirol und Tirol mit dem Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2015 ausgezeichnet

 

Zum zehnten Mal hat die ARGE Alpenländischer Forstvereine dieses Jahr den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia vergeben. Die diesjährigen Siegerprojekte kommen aus Italien, Österreich und der Schweiz. Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia werden Projekte auszeichnet, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen.

 

Politische Vertreter aus Liechtenstein, Tirol, Vorarlberg, Südtirol, Bayern und der Schweiz haben an der Verleihung am 22. Januar 2016 im Kulturzentrum Grandhotel Toblach teilgenommen.

 

Josef Schmiedhofer, Präsident des Südtiroler Forstvereines, der die Veranstaltung ausgerichtet hat, richtete seinen besonderen Dank gleich zu Beginn an den Sponsor Helvetia, der durch seine Unterstützung auch in Zeiten gekürzter Budgets wichtige Initiativen wie jene des Schutzwalpreises ermöglicht.

 

Gewinner in der Kategorie Schulprojekte: Projekt Baumfeste in Südtirol - drei Generationen erleben den Wald

 

Das Projekt „Baumfeste in Südtirol“ erhielt den Schutzwaldpreis in der Kategorie «Schulprojekte». Der Südtiroler Landesrat Arnold Schuler, der den Wald schon als Bub mit allen Sinnen bei der Waldarbeit erleben durfte wies darauf hin, wie wichtig es ist, schon bei den Kindern die Liebe zum Wald zu wecken und lobte die Initiative der Baumfeste in Südtirol, die von der Abteilung Forstwirtschaft getragen wird.

 

Auch Ministerialdirigent Dipl.-Forstwirt univ. Georg Windisch vom bayerischen Staatsministerium ist als Försterbub von Kindheit an eng mit dem Wald verbunden. Er unterstrich wie wichtig es ist, schon bei den Kindern die Liebe zum Wald zu wecken. Denn nur wer den Wald liebt wird ihn auch schützen.

 

Seit 1923 ist die Durchführung von Baumfesten im italienischen Forstgesetz verankert. In Südtirol sind es nun schon über drei Generationen, die auf diese Weise ihren vielleicht ersten bewussten Kontakt mit dem Wald erlebt haben. Die Mitarbeiter des Landesforstdienstes bringen jährlich ca. 11.000 Grundschülern im Rahmen der Baumfeste den Wald und die Natur näher.

 

 

„Verjüngungsdynamik Tirol“ (Österreich) erhält Preis in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften

 

Die Verjüngungsdynamik stellt die aktuelle Jungwaldentwicklung sowie den Wild- und Weideeinfluss in Tirol kartographisch dar. Systematische Erhebungen von Waldaufsehern, Grundeigentümern und Jägern werden einheitlich ausgewertet. Es wird aufgezeigt, ob sich der Wald und insbesondere der Schutzwald entwickeln können oder ob Handlungsbedarf besteht. Flächen mit Handlungsbedarf sind bei den Abschussplanvorbesprechungen zu berücksichtigen.

 

EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann und der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreter Landesrat Josef Geisler gratulierten dem Tiroler Projekt herzlich zur Auszeichnung. Sie unterstrichen ebenso wie Altlandeshauptmann Luis Durnwalder die Wichtigkeit der Initiative „Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia“, um die Bedeutung des Schutzwaldes zu verdeutlichen: „Es ist heute wichtiger denn je, die Menschen für den Wald zu sensibilisieren“, so Dorfmann.

 

Auszeichnung in der Kategorie Erfolgsprojekte geht an die Gemeinde Eggersriet: Schutzwaldprojekt Mattenbach (Kanton St. Gallen, Schweiz)

 

Intensive Niederschläge haben im Mattenbachtobel Rutschungen ausgelöst und grössere Mengen Holz ins Bachgerinne transportiert. Zur Sicherstellung der Hochwassersicherheit wurde ein interdisziplinäres kantonsübergreifendes Schutzwaldprojekt initiiert. Mit der Entnahme von Schwemmholz im Gerinnebereich und einer Stabilitätsdurchforstung konnte die Gefahr von Verklausungen gebannt werden.

Kantonsoberförster August Amann aus St. Gallen würdigte dieses Projekt und verwies auf die Wichtigkeit von Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik, um den Menschen die Belange des Schutzwaldes näher zu bringen.

Der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler war mit dabei, als der Alpine Schutzwaldpreis am 19. Jänner 2007  zum ersten Mal im Congresspark Igls / Innsbruck aus der Taufe gehoben wurde und sieht es als gesellschaftspolitische Aufgabe, den Wald zu schützen, damit wir auch über die Ländergrenzen hinaus sichere Regionen haben.

 

Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer aus Liechtenstein übergibt den Jurypreis

 

Die Regierungsrätin unterstrich die Wichtigkeit der Schutzfunktion des Waldes und drückte ihren Respekt für all jene aus, die sich für den Schutz des Waldes einsetzen. Der Wald in Liechtenstein ist großteils intakt. Wo aber Wildschäden problematische Ausmaße annehmen ist es wichtig, eine Balance zwischen Wild und Wald zu finden. Eine schwierige Aufgabe, die auch für die Nachbarländer Liechtensteins eine große Herausforderung darstellt.

 

Der Spezialpreis der Jury ging an das Löschwasserbecken für Waldbrandbekämpfung im Moesano (Kanton Graubünden, Schweiz). Als Ergänzung der Vorbeugemassnahmen für die Verhütung von Waldbränden wurde das Netz des Löschwasserbeckens im ganzen Moesano verstärkt. Dieses Netz ermöglicht im Brandfall eine rasche Reaktion beim Einsatz durch Hubschrauber mit maximal drei Minuten Flugzeit auf einem sehr grossen Teil der Waldfläche und vor allem der Schutzwaldfläche im Moesano.

 

Der Präsident des Kärntner Forstvereines, Johannes Thurn Valsassina sieht in der Forstwirtschaft das Rückgrat der ländlichen Entwicklunng und im Schutzwalpreis ein wichtiges Werkzeug der Kommunikation.

 

Als prominente Schutzwald-Botschafterin des Hauptsponsors Helvetia war auch die österreichische Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer in Toblach mit dabei. Für die naturverbundene Skifahrerin ist der Schutz des Waldes eine Herzensangelegenheit. Sie ehrte Hochwürden Johann Oberhammer aus Taisten als ersten Schutzwaldpaten. Für sein Engagement für den Schutzwald wurde ihm von den Präsidenten der ARGE-Alpenländischer Forstvereine dieser Titel  verliehen. Er setzt sich besonders für die Tanne ein und auf die Frage des Moderators, ob er einem Baumfrevler die Absolution erteilen würde, meinte der Herr Pfarrer, „die Absolution würde ich natürlich erteilen, aber eine gehörige Predigt auch…“

 

  

 

Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia verdeutlicht die Bedeutung des Waldes

Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Denn nur dank Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Organisiert wird der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

 

 

Über die Helvetia Gruppe

 

Die Helvetia Gruppe ist in über 150 Jahren aus verschiedenen schweizerischen und ausländischen Versicherungsunternehmen zu einer erfolgreichen, europaweit präsenten Versicherungsgruppe gewachsen. Heute verfügt Helvetia über Niederlassungen in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Frankreich und Liechtenstein. Helvetia engagiert sich seit 2011 für den Erhalt und die Aufforstung von Schutzwäldern. Dank der unterstützten Projekte sind insgesamt an die 195'000 Bäume in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz aufgeforstet worden. Seit 2014 ist Helvetia Hauptsponsor des Alpinen Schutzwaldpreises.

 

Filmbeiträge zur Veranstaltung

Alpiner Schutzwaldpreis Helvetia 2015:

 

Pfarrer Johann Oberhammer aus Taisten ist erster Schutzwaldpate - der Film

Kurzversion DE:
https://youtu.be/onbplaqN-o4

Langversion DE:
https://youtu.be/Mg2QHVP9Kmk